Eine Stuhlanalyse ist aus meiner Sicht nicht nur bei Verdauungsbeschwerden eine sinnvolle Maßnahme.

Aufgrund der enormen Kontaktfläche und der vielen Abwehrzellen im Darm, spielt dieser auch bei vielen anderen Erkrankungen eine Rolle. Etwa 70 Prozent unserer Abwehrzellen sitzen im Darm.

Wenn die Darmbarriere gestört ist, können Krankheitserreger, wie z. B. Viren, Bakterien, Pilze etc. leichter im Darm Fuß fassen.

Um sich ein Bild vom Zustand der Darmflora und der Darmschleimhaut zu verschaffen, rate ich zu einer aussagekräftigen Stuhldiagnostik.

Bereits ab der 2. Lebenswoche lässt sich die Stuhlflora auch bei Säuglingen erfassen. Auch bei Babys spielt die Darmbesiedlung bereits eine wichtige Rolle.

Darmflorastörungen machen sich bei Babies laut meiner Erfahrungen unter anderem durch Hautprobleme, Infektanfälligkeit, 3-Monatskolliken und erhöhter Allergiebereitschaft bemerkbar.

Welche Untersuchungsparameter sinnvoll sind, hängt vom jeweiligen Beschwerdebild ab.

Bei meiner täglichen Arbeit am Patienten konnte ich beobachten, dass eine gezielte Darmsanierung den Therapie-Erfolg begünstigt und die Behandlungsdauer ebenso positiv beeinflusst.

Wann ist eine Stuhluntersuchung sinnvoll?

  • Allergische Erkrankungen/Unverträglichkeiten z. B. Heuschnupfen, Neurodermitis, Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien, Asthma
  • Abwehrschwäche z. B. erhöhte Infektanfälligkeit, chronische Müdigkeit, Pilzerkrankungen, Hauterkrankungen
  • Verdauungsstörungen/Reizdarm z. B. Verstopfung, Durchfälle, Blähungen
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
  • Darmkrebsfrüherkennung